Angst

Aktualisiert: 16. Mai

7/2/2022

Angst

Wir leben in Zeiten der Angst, die bei vielen bereits fest im Herzen verankert ist.

Gedanken der Unsicherheit, «worst case»-Szenarien, lösen unaufhörlich immer wieder die gleichen Bilder und Filme aus. Dass ist das Schlimmste, was passieren kann. Wie die Buntwäsche in der Waschmaschine, drehen sie sich immer und immer wieder in den Fokus deiner Aufmerksamkeit. Drängen sich in jede Vorstellung, in jeden Plan, in jede Tätigkeit. Sie geben nie Ruhe. Du kannst tun was du willst. Du kannst dich ablenken, du kannst dein Hirn mit Computerspielen völlig überlasten, laute Musik hören, nichts ändert was.

Du bist mitten in einer Angststörung, die sich einschaltet, sobald du dich nur eine Sekunde nicht ablenkst.

Warum ist das so?

Das chemische Gleichgewicht des Körpers ist völlig aus dem Gleichgewicht, das Hirn liegt in einer Frequenz zwischen 22 und 50 Zyklen pro Sekunde. Die Energie lagert sich in den Armen und Beinen ab und du kannst nichts mehr aufnehmen. Dein ganzes System befindet sich im Flucht- und Kampfmodus. Der Körper wird geflutet von den Stresshormonen Adrenalin und Cortisol.

Bist du nicht mehr in der Lage diesen Stress runterzufahren, gewöhnt sich dein Körper an diese Mengen an chemischen Stoffen. Du wirst süchtig nach Stress.

Dabei ist der Körper sehr erfinderisch. Er löst Emotionen aus (Wut, Stress, Scham, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit). Er tut nun alles, um dich in dem Zustand zu halten, in dem weiterhin Stresshormone ausgeschüttet werden.

Die Folge davon ist; Erkrankungen des Verdauungssystems, des Immunsystems und damit auch des Nervensystems. Cortisol ist zwar ein Schmerz- und Entzündungshemmer, bleibt er jedoch auf die Dauer in so hohen Dosen im Körper, ist er toxisch. Er frisst Löcher ins Immunsystem.

Deine Energie ist in den Armen und Beinen gelagert, du hast keine Energie mehr in der Körpermitte. Verdauung, Stoffwechsel und auch der Kreislauf sind nicht mehr in der Lage zu funktionieren. Es geht dir schlecht.

Ich bin sicher bei dir gehen jetzt gerade einige Beispiele im Kopf ab.

Ich habe eine Frage: Womit hat das Ganze angefangen?


Ganz genau, mit einem Gedanken, einem Film in deinem Kopf.

Was musst du dementsprechend verändern? Richtig, den Gedanken.

Jetzt habe ich doch aber gesagt, der dreht wie die Buntwäsche in der Maschine, sich immer wieder in deinem Kopf. Ja, das ist genau richtig so. Denn jetzt erkennst du ihn.

Wie heisst er?

Etwa «das kann ich nicht?», oder «ich bin viel zu dumm dazu?», oder «das schaffe ich nie?», oder «keiner hat mich lieb?», «Ich nütze doch sowieso niemandem?» «Das war so ein riesen Fehler?»

Was noch? Wie heisst dein Satz? Oder deine Sätze?